Eine Dockingstation hatte bisher immer denselben Haken. Die Drohne fliegt raus, erledigt ihren Auftrag, landet und hängt danach eine knappe halbe Stunde am Ladegerät. Kommt in dieser Zeit der zweite Alarm, schaut man auf eine geschlossene Klappe. Beim DJI Dock 4 läuft es anders: Die Drohne landet, die Station zieht den leeren Akku heraus, setzt einen vollen ein, und nach weniger als 45 Sekunden ist sie wieder startklar.
DJI hat das Dock 4 am 14. Oktober 2026 vorgestellt, zusammen mit der passenden Drohne, der Matrice 5TD. In diesem Beitrag steht, was das System kann, wo es sich vom Dock 3 unterscheidet, was in Deutschland rechtlich dazugehört und wie Sie es bei uns vorbestellen.
Das Wichtigste in Kürze:
- Akkutausch in unter 25 Sekunden: Die Drohne ist nach dem Landen in weniger als einer Minute wieder einsatzbereit, auch beim dritten Alarm in einer Nacht.
- Wärmebild mit 1280 × 1024 Pixeln, doppelt so scharf wie bei der Matrice 4TD.
- Einsatz von −40 bis 50 °C, also auch im tiefsten Winter.
- Vorbestellung bei EXDED: kostenlos, unverbindlich, ohne Anzahlung. Vorbesteller werden zuerst beliefert.
VorbestellungDJI Dock 4 mit Matrice 5TD vorbestellen
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DJI Dock 4: Akku tauschen statt laden
Beim Dock 3 lädt die Drohne ihren Akku in der Station, ohne ihn zu wechseln. Von 15 auf 95 Prozent dauert das rund 27 Minuten, und so lange bleibt sie am Boden. Das Dock 4 trennt Fliegen und Laden voneinander.
- In der Station liegen bis zu drei Akkus in vier Fächern bereit.
- Nach der Landung wird der Akku in weniger als 25 Sekunden automatisch getauscht. Bis zum nächsten Start vergehen laut Hersteller unter 45 Sekunden.
- Der leere Akku lädt in der Station weiter, von 15 auf 95 Prozent in etwa 27 Minuten bei 25 °C.
- Die Station arbeitet von −40 bis 50 °C. Bei Frost heizt sie die Akkus vor, bei Hitze kühlt eine Klimaanlage.
- Fällt der Strom aus, versorgen die Akkus in den Fächern die Station weiter, nach DJI-Angaben etwa 4,5 Stunden pro Akku (gemessen bei 25 °C). Laden und Klimatisierung ruhen dann, und für Akkutausch und Start ohne Netzstrom müssen mindestens zwei Akkus im Dock sein.
Für die Praxis heißt das: Zwischen zwei Einsätzen liegt nicht mehr eine halbe Stunde, sondern weniger als eine Minute. Bei mehreren Alarmen in einer Nacht oder bei einer Inspektion, die länger dauert als ein Akku hält, ist das der eigentliche Unterschied.
Wie Akkus mit Kälte und vielen Ladezyklen umgehen und woran man ihren Verschleiß erkennt, steht in unserem Beitrag Der Akku ist das Verschleißteil, nicht die Drohne.
Die Drohne dazu: Matrice 5TD
Das Dock 4 arbeitet nur mit der Matrice 5TD. Ältere Drohnen wie die Matrice 4TD passen nicht hinein. Die neue Drohne ist schwerer als ihre Vorgängerin, dafür an fast jeder Stelle stärker ausgestattet.
- Drei Kameras mit je 50 Megapixeln: Weitwinkel, mittleres Tele mit 70 mm (etwa dreifach) und Tele mit 252 mm Brennweite (etwa elffach, jeweils Kleinbild-Äquivalent). Zusammen kommt das System auf bis zu 176-fachen Hybridzoom. Ein Kennzeichen oder ein Typenschild lässt sich so aus großer Entfernung lesen, ohne dass die Drohne nah heranfliegen muss.
- Wärmebildkamera mit 1280 × 1024 Pixeln, im Modus für höhere Auflösung bis 2560 × 2048. Das ist die doppelte Kantenlänge der Matrice 4TD. Gemessen wird von −40 bis 150 °C oder von 0 bis 550 °C, je nach Modus.
- Laser-Entfernungsmesser bis 3.000 Meter (laut DJI bei senkrechtem Auftreffen auf ein Ziel mit 25 % Reflexion). Damit lässt sich die Position eines Objekts bestimmen, das man nur aus der Ferne sieht.
- Bis zu 59 Minuten Flugzeit, 55 Minuten im Schwebeflug. Der Einsatzradius um die Station beträgt 10 km.
- Hinderniserkennung ist eingebaut: LiDAR, Millimeterwellen-Radar und Sichtsensoren. Das Radar ist laut DJI nicht in allen Regionen verfügbar. Bei der Matrice 4TD gab es LiDAR und Radar nur als Zubehörmodul.
- Erkennung an Bord: Die Drohne erkennt 17 Arten von Objekten selbst, etwa Autos, Boote oder Tiere.
- Robust: Schutzart IP55, Betrieb von −40 bis 50 °C, Start und Landung bis 12 m/s Wind.
- Zubehör bis 450 g: Scheinwerfer AL2D, Lautsprecher AS2D und Fallschirm AP1. Der Fallschirm ist für die EU-Klassen C5 und C6 nötig und ist laut Händlerangaben bei EU-Geräten vormontiert.
Dock 3 oder Dock 4? Der direkte Vergleich
| Dock 3 mit Matrice 4TD | Dock 4 mit Matrice 5TD | |
|---|---|---|
| Energie | Akku lädt in der Drohne, rund 27 Minuten | Akkutausch in unter 25 Sekunden |
| Flugzeit | bis 54 Minuten | bis 59 Minuten |
| Wärmebild | 640 × 512 | 1280 × 1024 |
| Hybridzoom | bis 112-fach | bis 176-fach |
| Laser-Entfernungsmesser | bis 1.800 m | bis 3.000 m |
| Betriebstemperatur Drohne | −20 bis 50 °C | −40 bis 50 °C |
| LiDAR und Radar | als Zubehörmodul | eingebaut |
| Gewicht Station | 55 kg | 66 kg |
Ehrlich gesagt: Nicht jeder braucht das Dock 4. Wer eine Anlage zweimal am Tag abfliegt und zwischen den Flügen ohnehin Stunden liegen, kommt mit dem Dock 3 gut aus und spart Geld. Das Dock 4 lohnt sich dort, wo Einsätze dicht aufeinander folgen, wo es nachts auf das Wärmebild ankommt oder wo es im Winter richtig kalt wird. Mehr zum Vorgänger steht in unserem Beitrag zum DJI Dock 3.
Für wen sich das Dock 4 lohnt
Werkschutz und Objektschutz
Ein Zaunalarm um 2 Uhr, der nächste um 2:20 Uhr. Mit dem Dock 4 fliegt die Drohne beide Male, statt beim zweiten Alarm noch zu laden. Wärmebild und Scheinwerfer zeigen, ob am Zaun ein Mensch steht oder ein Reh. Über den Lautsprecher lässt sich eine Person direkt ansprechen.
Energie und Solarparks
Ein großer Solarpark lässt sich mit einem Akku selten komplett abfliegen. Mit dem schnellen Tausch geht die Inspektion fast ohne Unterbrechung weiter. Das höher auflösende Wärmebild zeigt defekte Module und heiße Stellen an Wechselrichtern und Leitungen genauer.
Feuerwehr und Katastrophenschutz
Bei einem Großbrand oder einer Hochwasserlage zählt, dass das Lagebild nicht abreißt. Die Station kann eine Drohne über Stunden im Wechsel in der Luft halten. Live-Bilder laufen über DJI FlightHub 2 direkt in die Einsatzleitung.
Baustellen und Vermessung
Auf großen Baustellen fliegt die Drohne den Fortschritt nach festem Plan ab, jeden Tag zur gleichen Zeit und auf der gleichen Route. So lassen sich Aufnahmen über Wochen direkt vergleichen.
Was in Deutschland rechtlich gilt
Ein Dock ändert nichts daran, dass Drohnenrecht gilt. Es macht die Planung eher anspruchsvoller, weil die Drohne häufig ohne Pilotin oder Pilot vor Ort fliegt.
- EU-Klasse: Nach DJI-Angaben trägt die Matrice 5TD die Klassen C5 und C6. Damit sind die Standardszenarien STS-01 (in Sichtweite über kontrolliertem Bodenbereich, auch in besiedeltem Gebiet) und STS-02 (außerhalb der Sichtweite über kontrolliertem Bodenbereich in dünn besiedeltem Gebiet, bis 1 km vom Piloten, mit Luftraumbeobachtern bis 2 km, Start und Landung in Sichtweite) möglich. Die Einstufung gilt mit montiertem Fallschirm AP1, für C6 ist zusätzlich das Flugabbruchsystem vorgeschrieben. Außerdem muss der Betreiber den Betrieb beim Luftfahrt-Bundesamt erklären, und die Fernpiloten brauchen die Bescheinigung über theoretische Kenntnisse für Standardszenarien und den Nachweis der praktischen Schulung.
- Automatischer Betrieb aus der Ferne: Fliegt die Drohne ohne Pilot vor Ort und über mehrere Kilometer, passt das nicht in ein Standardszenario, denn STS-02 verlangt Start und Landung in Sichtweite des Fernpiloten. Dann ist eine Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie beim Luftfahrt-Bundesamt nötig, auf Grundlage einer Risikobewertung nach SORA. Warum Sie damit früh anfangen sollten, erklärt unser Beitrag Betriebsgenehmigung für Drohnen: Warum Sie ein halbes Jahr vor dem Kauf anfangen sollten.
- Industrieanlagen und Kraftwerke: Nach § 21h LuftVO ist der Flug über solchen Anlagen und in einem seitlichen Abstand von bis zu 100 m nur mit ausdrücklicher Zustimmung der zuständigen Stelle oder des Betreibers erlaubt. Das gilt für Industrieanlagen und zentrale Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung. Steht das Dock auf dem eigenen Werksgelände, ist das meist schnell geklärt. Liegen fremde Anlagen im Flugbereich, gehört die Zustimmung in die Planung.
- Verkehrswege und Flugplätze: Auch Autobahnen und Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen sowie die Umgebung von Flugplätzen sind nach § 21h LuftVO geschützte Bereiche (in der Regel 100 m Abstand, um Flugplätze 1,5 km, um Flughäfen 1 km). Liegt so etwas im Radius von 10 km um die Station, muss die Flugplanung das berücksichtigen, in Kontrollzonen von Flughäfen braucht es zusätzlich eine Freigabe der Flugsicherung.
- Wohngrundstücke: Überflüge sind nach § 21h LuftVO grundsätzlich nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Eigentümer oder Nutzungsberechtigten erlaubt. Ohne Zustimmung geht es nur ab 100 m Höhe und unter engen Bedingungen: berechtigter Zweck, keine zumutbare Alternative, vorherige Information der Betroffenen und nicht zwischen 22 und 6 Uhr. Die Flugrouten sollten so gelegt werden, dass sie Nachbargrundstücke nicht überqueren.
- Datenschutz: Eine Drohne, die regelmäßig ein Gelände filmt, verarbeitet personenbezogene Daten. Dafür braucht es ein Datenschutzkonzept nach DSGVO. Bei systematischer Überwachung ist oft eine Datenschutz-Folgenabschätzung nötig.
- Versicherung und Registrierung: Eine Haftpflichtversicherung nach § 43 LuftVG ist Pflicht, der Betreiber muss beim Luftfahrt-Bundesamt registriert sein und die e-ID an der Drohne anbringen.
Unser Rat: Beantragen Sie die Genehmigung parallel zur Vorbestellung. Sonst steht die Station im Zweifel fertig montiert auf dem Dach und darf noch nicht allein fliegen.
Aufstellung und Betrieb
- Größe und Gewicht: 66 kg ohne Akkus und Drohne, geschlossen 639 × 640 × 836 mm, geöffnet 1750 × 640 × 550 mm. Ein Fundament oder eine tragfähige Dachfläche gehört dazu.
- Strom: 100 bis 240 V Wechselstrom, bis 2.000 W Leistungsaufnahme. Das ist deutlich mehr als beim Dock 3 (maximal 800 W) und sollte mit dem Elektriker vorab geklärt werden.
- Wetter: Schutzart IP56, Landung bis 12 m/s Wind.
- Funk: Die Verbindung zur Drohne läuft über die O4 Ground Station. Die Reichweite liegt in der EU bei bis zu 12 km freier Sicht, der Einsatzradius bei 10 km.
- Steuerung: Missionen, Live-Bild und Auswertung laufen über DJI FlightHub 2. Erkennt das System eine Auffälligkeit, meldet FlightHub 2 sie per SMS, E-Mail oder in der Plattform und kann automatisch Fotos, Aufnahmen, eine Verfolgung oder einen Schwebeflug auslösen.
Vor dem Kauf lohnt ein Blick auf den Standort: freie Sicht nach oben, Netzanschluss, Internetverbindung und ein Platz, an dem die Station vor Vandalismus geschützt ist.
Was noch offen ist
DJI hat für Deutschland noch keinen festen Liefertermin genannt. Auch einige Detailangaben können sich mit den endgültigen Datenblättern noch ändern. Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald es verbindliche Informationen gibt.
DJI Dock 4 bei EXDED vorbestellen
Sie können das Dock 4 mit Matrice 5TD schon jetzt bei uns vorbestellen. Drei Gründe, nicht zu warten:
- Sie sind früher dran. Wer vorbestellt, wird zuerst beliefert, sobald DJI ausliefert.
- Die Genehmigung braucht Vorlauf. Wenn Sie Antrag und Standort jetzt vorbereiten, fliegt die Station, sobald sie montiert ist, statt monatelang auf dem Dach zu warten.
- Sie gehen kein Risiko ein. Die Vorbestellung kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Wir sind ein Fachhändler für Drohnen und Wärmebildtechnik aus Dresden und arbeiten mit Unternehmen, Behörden und Organisationen. Auf jede Anfrage antworten wir innerhalb von 24 Stunden, mit einer ehrlichen Einschätzung, auch wenn sie nicht zum Kauf führt. Passt für Ihren Einsatz eher das Dock 3, sagen wir Ihnen das.
So läuft die Vorbestellung ab:
- Sie schicken uns die Vorbestellung über den Button unten. Das ist kostenlos und unverbindlich, eine Anzahlung ist nicht nötig.
- Wir melden uns, stimmen die Konfiguration mit Ihnen ab (Zubehör, Anzahl der Akkus, Wartungspaket) und schicken Ihnen ein Angebot.
- Die Lieferung erfolgt nach Freigabe durch DJI. Wer vorbestellt hat, wird zuerst beliefert.
Wir verkaufen an Unternehmen, Behörden und Organisationen. Bitte geben Sie Ihre Steuernummer oder USt-IdNr. an.
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- Kostenlos und unverbindlich
- Ohne Anzahlung
- Vorbesteller werden zuerst beliefert
Häufige Fragen zum DJI Dock 4
Funktioniert das Dock 4 mit der Matrice 4TD?
Nein. Das Dock 4 arbeitet nur mit der Matrice 5TD. Die Matrice 4TD bleibt die Drohne für das Dock 3.
Muss jemand vor Ort sein, wenn die Drohne fliegt?
Technisch nicht, die Drohne startet und landet selbst. Rechtlich hängt es vom Betriebskonzept ab. Ohne Pilot vor Ort brauchen Sie in Deutschland eine Betriebsgenehmigung in der speziellen Kategorie. Gesteuert und überwacht wird dann aus der Ferne.
Wie lange dauert die Genehmigung?
Eine feste Bearbeitungszeit gibt es nicht, sie hängt vom Betriebskonzept und von der Vollständigkeit der Unterlagen ab. Wir empfehlen, den Antrag parallel zur Vorbestellung vorzubereiten.
Was passiert bei Stromausfall?
Die Akkus in den Fächern versorgen die Station weiter, nach DJI-Angaben etwa 4,5 Stunden pro Akku. Die O4 Ground Station hat einen eigenen Akku für rund 45 Minuten (laut DJI bei Raumtemperatur).
Was kostet das Dock 4?
Den Preis für Ihre Konfiguration nennen wir Ihnen auf Anfrage. Schicken Sie uns eine Vorbestellung, und wir melden uns mit einem Angebot, unverbindlich.
Stand: Oktober 2026. Quellen: DJI Enterprise (Pressemitteilung und technische Daten Dock 4 und Matrice 5TD), Luftfahrt-Bundesamt, LuftVO. Technische Angaben vorläufig, Änderungen durch den Hersteller möglich.
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